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Forschungsprogramm

Im Rahmen des Verlängerungsantrags sollen, basierend auf den Erkenntnissen der voran-gegangenen Förderperiode, Fragestellungen auf unterschiedlichen biologischen Organisationsebenen insbesondere im Sinne von Längenskalen bearbeitet werden. Basis für ein tieferes Verständnis grundlegender strahlenbiologischer Prozesse bilden hier Experimente auf molekularer Ebene, die mechanistische Einblicke in die komplexe Strahlenantwort liefern können (Arbeitsbereich 1). Darauf aufbauend schließen sich Untersuchungen auf zellulärer Ebene an (Arbeitsbereich 2), die schließlich in die Untersuchung der Strahlenantwort des bestrahlten Gewebes oder des gesamten Organismus als oberste Komplexitätsstufe einmündet (Arbeitsbereich 3). Dabei stehen auf molekularer Ebene Strahleneffekte an dicht gepackten hetero-chromatischen Genomregionen im Vordergrund, die in Mauszellen oftmals eine besondere Struktur einnehmen (Chromozentren) und dadurch einer Untersuchung leichter zugänglich sind. Auf zellulärer Ebene ist eine Fokussierung der Teilprojekte auf Mauszellen vorgesehen, während sich eher organismisch ausgerichtete Teilprojekte auf Untersuchungen mit Mausgeweben oder ganzen Mäusen konzentrieren werden.

Im Nachfolgenden werden diese drei Arbeitsbereiche skizziert und die jeweils zugehörigen Einzel-projekte, in denen die Dissertationsvorhaben angesiedelt sind, kurz vorgestellt. Ein gemeinsames Ziel aller Projekte ist es, einen quantitativen Zusammenhang zwischen der Strahlendosis und den molekularen, zellulären und organismischen Effekten herzustellen. Die im Rahmen der ver-schiedenen Einzelprojekte beschriebenen Arbeiten werden daher über einen breiten Dosis¬bereich und, wenn möglich, für verschiedene Strahlenarten durchgeführt, auch wenn dies bei der Beschreibung der Einzelprojekte nicht explizit erwähnt wird.