Herbst

Botanischer Garten

Zwischen Sommer und Herbst

Botanischer Garten im Herbst

„   in diesen spätsommerlich glühenden Tagen, wo im hart gewordenen Laub die Trauben blau zu werden beginnen, wo nachts um die Lampe meines Arbeitszimmers die tausend kleinen juwelenschimmernden Falterchen, Glasflügler und Käfer summen, wo am Morgen in den großen mattglänzenden Spinnennetzen die Tautropfen schon so herbstlich funkeln, während doch eine Stunde später Erde und Pflanzenwelt in stumm brütender Hitze dampfen …“

Mit diesem kleinen Ausschnitt aus einem wunderbaren Text Hermann Hesses („Zwischen Sommer und Herbst“; 1930) möchten wir ohne viele weitere Kommentare in den Botanischen Garten einladen.

Cyclanthera brachystachya
Cyclanthera brachystachya

Fast noch zwischen „Sommer und Herbst“ sind derzeit die Impressionen im Garten: reife Früchte allerorten – seien es die kräftig roten Kornelkirschen (Cornus mas und Cornus officinalis), die Hagebutten unserer Rosen, die vielversprechenden Teilfrüchte des Pfaffenhütchens (die den Vögel viel mehr „Fruchtfleisch“ vorgaukeln als sie tatsächlich besitzen) oder auch die unscheinbaren, aber eindrucksvollen „Explodierfrüchte“ von Cyclanthera brachystachya) im System. Die wenigen Früchte des Perückenstrauchs (Cotinus coggygria) verbergen sich in den in den Nachmittagsstunden unwirklich schimmernden „Perücken“ – d.h. den reich verzweigten, fein behaarten Fruchtständen.

Die Herbstfärbung setzt ein und verändert den Garten täglich.

Ganz herzlich möchten wir  in diesen Tagen zu einem Besuch einladen – genießen Sie die späte Sonne und milde Wärme, die Farbenpracht und das manchmal fast unwirklich scheinende Licht in Ihrem und unseren Botanischen Garten.